Dioxin in Eier und Fleisch: Gesundheitsrisiko Nahrungsmittel

Das mit Dioxin verseuchte Futtermittel, welches von zahlreichen Bauern an ihre Tiere verfüttert wurde, trägt zu einer hohen Belastung von Eiern und Fleisch bei, die bei Menschen durchaus zu gesundheitlichen Problemen führen kann. Das Dioxin ist durch die Verwendung von Industriefetten in das Tierfutter gelangt. Diese Fette stammen unter anderem aus den Resten, die bei der Biodiesel-Produktion entstanden sind. Wie das Gift genau in das Tierfutter gelangt ist, untersucht jetzt die Staatsanwaltschaft.

Grenzwert für Dioxin in Nahrungsmittel

Viel mehr interessiert Verbraucher allerdings, welche Folgeschäden durch den Verzehr von Nahrungsmitteln entstehen können, die mit Dioxin verseucht sind.

 Grundsätzlich findet sich Dioxin heute nahezu überall in der Umwelt und auch in Nahrungsmitteln. Pro Tag verzehren Menschen laut einer Studie der Bund-Länder-Arbeitsgruppe, die in den Jahren 2000 – 2003 erstellt wurde, etwa zwei Pikogramm (Millionstel Gramm) pro Kilogramm Körpergewicht. Dies entspricht dem EU-Grenzwert. Beim Verzehr eines mit Dioxin verseuchten Eies hingegen wurden bis zu 12 Pikogramm Dioxin pro Gramm Fett entdeckt. Damit ergab sich eine Erhöhung der Toleranzen um das Vierfache.

Dioxin erst ab 50facher Belastung über dem Grenzwert gefährlich

Ob diese Belastung für Menschen schädlich ist, wurde seitens des Bundesinstituts für Risikobewertung bereits im Frühjahr 2010 getestet, denn bereits zu diesem Zeitpunkt wurden Eier mit hoher Dioxin-Belastung entdeckt. Betrachtet wurden in dieser Studie Menschen, die pro Tag mehr als zwei bis drei Eier verzehren. Hiermit würde eine Gesamtbelastung von sechs Pikogramm pro Kilogramm Körpergewicht erreicht. Doch auch diese Konzentration muss nicht zwangsläufig zu Gesundheitsschäden führen, denn im Tierversuch konnten diese erst ab einer 50-100fachen Belastung nachgewiesen werden.

Aufgrund dieser Studie geht das Bundesinstitut für Risikobewertung davon aus, dass die Dioxinbelastung in den Eiern und anderen Nahrungsmitteln nicht gesundheitsgefährdend ist. Dennoch muss alles dafür getan werden, um die vorhandene Belastung zu senken und so wieder unbedenkliche Nahrungsmittel herzustellen.

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