Diabetes mellitus Typ 2 als Folge einer Knochenkrankheit?

Forscher entdecken Zusammenspiel zwischen Blutzucker und Knochenstoffwechsel

Die Entdeckung der US-Forscher über das Zusammenspiel von Blutzucker und Knochenstoffwechsel könnte neue Erkenntnisse und damit neue Behandlungsmöglichkeiten für Diabetes mellitus Typ 2 eröffnen. Erstmals konnten im Knochenmark des Menschen Insulinrezeptoren identifiziert werden, denen eine wichtige Rolle beim Stoffwechsel des Blutzuckers zukommen könnte.

Seit langem ist bekannt, dass der Knochenmark für die Bildung der Blutkörperchen verantwortlich ist. Zudem regeln die sogenannten Osteoklasten und Osteoblasten den Auf- bzw. Abbau der Knochensubstanz. Diese Vorgänge benötigen Enerdie, die sie vermutlich aus dem Blutzucker gewinnen, wie die Entdeckung der Insulinrezeptoren auf den Osteoblasten vermuten lassen. Gestützt wurde diese Vermutung durch Laborversuche an Mäusen. Die Untersuchungen ergaben eine Störung des Knochenaufbaus sowie Fettleibigkeit und hohe Blutzuckerwerte bei Mäusen, denen die Insulinrezeptoren auf den Osteobalsten fehlten. Die Werte verbesserten sich bei Verabreichung von Osteocalcin, ein Hormon für den Knochenaufbau.

Neue Behndlung von Diabetes mellitus Typ 2 durch Osteocalcin?

Damit könnte dem Hormon Osteocalcin bei der Behandlung von Diabetes mellitus Typ 2 eine neue Bedeutung zukommen. Dies wäre ein neuer und den Forschungen nach vielversprechender Behandlungsansatz bei Diabetes mellitus Typ 2. Zur Zeit lässt sich nicht sagen, in wie fern diese Ergebnisse auf den Menschen übertragbar sind. Hierzu werden weitere Studien invivo und invitro nötig sein.

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