Debeka: 345 Millionen Euro für PKV-Kunden

Die Koblenzer Versicherungsgruppe Debeka wird Anfang September 2012 345 Millionen Euro an ihre Versicherten auszahlen. Über 445.000 Mitglieder erhalten dann Geld zurück, weil sie im vergangenen Jahr keine Leistungen von ihrer Krankenversicherung in Anspruch genommen haben.

Beitragsrückerstattungen für Versicherte

Mit den Beitragsrückerstattungen wolle die private Krankenversicherung einmal mehr deutlich machen, dass es zum Wohl der Versicherten auch anders geht, heißt es in der aktuellen Pressemitteilung der Debeka-Versicherungsgruppe. Anders als viele gesetzliche Krankenkassen, die sich trotz wiederholter Aufforderungen der Bundesregierung weiterhin gegen die Prämienausschüttungen weigern, wird die Debeka ihre Mitglieder auch in diesem Jahr wieder an den erwirtschafteten Überschüssen beteiligen.

445.000 Debeka-Kunden erhalten Geld zurück

An über 445.000 Kunden wird die private Krankenversicherung im kommenden Herbst insgesamt 345 Millionen Euro auszahlen. Alle Versicherten, die im letzten Jahr keine Rechnungen für Arztbesuche, medizinische Leistungen und Medikamente bei der Debeka eingereicht haben und damit keine Ausgaben für die Versicherungsgruppe verursacht haben, erhalten die Beitragsrückerstattung. „Mit dieser Art der Geld-Zurück-Garantie sorgt die Debeka bei ihren Mitgliedern für nachhaltiges und kostenbewusstes Verhalten“, so die Versicherungsgruppe. Die Auszahlung sei für den Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit eine Selbstverständlichkeit, da die Überschüsse ja erst durch die Beiträge erzielt werden können und die Gewinne laut Satzung den Versicherten zustehen.

Debeka-Chef fordert Prämienausschüttungen der Kassen

Aus welchem Grund die gesetzlichen Krankenkassen sich so zieren, ihren Mitgliedern etwas Gutes zu tun und warum sie die gesetzlich Versicherten nicht an den Milliardenüberschüssen aus dem Vorjahr beteiligen wollen, kann der Vorstandsvorsitzende der Debeka, Uwe Laue, nicht nachvollziehen. Denn eigentlich müssten die Kassenmitglieder von dem wirtschaftlichen Erfolg der GKV profitieren. „Strenggenommen stellt sich sogar die Frage, ob diese Mittel nicht zurück in den Bundeshaushalt fließen müssten, denn der Zuschuss zur GKV stammt ja eben auch aus den Steuern der privat Krankenversicherten – und diese hätten sonst von einer Ausschüttung der Kassen nichts“, argumentiert Laue.

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