DAK: Krankenkasse spart in der Verwaltung
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Die Deutsche Angestellten Krankenkasse hat in den vergangenen Tagen Schlagzeilen mit der Ankündigung gemacht, säumige Beitragszahler des Zusatzbeitrags pfänden zu lassen. Der Mitgliederschwund durch den zusätzlichen Beitrag scheint jetzt auch in der Verwaltung der DAK Wirkung zu zeigen. Die Krankenkasse muss auf den Mitgliederschwund reagieren und Stellen abbauen. Es ist sogar die Schließung von Geschäftsstellen im Gespräch.
DAK hat 2010 massiv Mitglieder verloren
Die Deutsche Angestellten Krankenkasse war eine der ersten gesetzlichen Krankenversicherungen, die zum Mittel des Zusatzbeitrags gegriffen hat.
Gleichzeitig hat die DAK laut Rebscher 200.000 Neukunden hinzugewonnen. Unterm Strich bleibt trotzdem ein Minus bei den Mitgliederzahlen in Höhe von 300.000. Und durch den starken Abgang hat die gesetzliche Krankenversicherung nun zu viele Stellen, die abgebaut werden müssen. Neben dem Stellenabbau könnte es auch zur Schließung einiger Geschäftsstellen kommen, so Rebscher weiter.
Inkassoverfahren sorgt für negative PR
Seit die Deutsche Angestellten Krankenkasse gegen säumige Beitragszahler per Inkassoverfahren mithilfe der Hauptzollämter vorgehen will, sieht sich die gesetzliche Krankenversicherung negativer PR gegenüber. Dabei argumentierte Herbert Rebscher gegenüber der „FR“, dass es ein Skandal wäre, die ausstehenden Beiträge nicht einzutreiben. „Da müssten sich die anderen Mitglieder ja betrogen fühlen“, so der DAK-Vorstandschef. Zumal es sich bei den Betroffenen um rund fünf Prozent der Versicherten handelt.
Weiterer Mitgliederschwund bei DAK erwartet
Die harte Linie beim Zusatzbeitrag dürfte dazu führen, dass weitere Mitglieder der Kasse den Rücken kehren. Laut Rebscher waren es bisher vor allem preissensibele Versicherte, die sich eine neue Krankenversicherung gesucht haben. Trotzdem machte der DAK-Vorstandschef Mut für 2011. Man rechnet bei der DAK mit einem Überschuss in dreistelliger Millionenhöhe. Dass es im vergangenen Jahr nicht mit einem Plus geklappt hat, führt Rebscher auf die Zahlungen an das Bundesversicherungsamt zurück.
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