DAK-Gesundheitsreport: Rund 12,5 Ausfalltage pro Kassenpatient

Die DAK (Deutsche Angestellten Krankenkasse) hat ihren Gesundheitsreport vorgestellt. Das Ergebnis: Beim Krankenstand hat sich im vergangenen Jahr 2010 keine Veränderung ergeben, wie im Vorjahr lag der Krankenstand bei 3,5 Prozent. Die Zahl der Ausfalltage pro versichertem Mitglied lag 2010 bei rund 12,5 Fehltagen. Gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunken ist die Betroffenquote – auf 46,3 Prozent.

Deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern

Der DAK-Gesundheitsreport legt nicht nur offen, wie oft und wie lange die Versicherten der Krankenkasse im vergangenen Jahr wegen Krankheit am Arbeitsplatz fehlten.

Auch geschlechter- und altersspezifische Unterschiede lassen sich aus dem Papier ablesen. So sind in fast allen Altersgruppen in der DAK versicherte Frauen deutlich häufiger krank gewesen. Gleichzeitig stieg laut DAK-Gesundheitsreport in den einzelnen Altersgruppen der Krankenstand teilweise deutlich an.

So lag der Krankenstand bei den 25- bis 29-jährigen versicherten Männern bei 2,3 Prozent, bei den 50- bis 54-jährigen versicherten Männern erreichte der Krankenstand dagegen bereits 4,3 Prozent. Ein ähnliches Bild entsteht übrigens im Rahmen der Falldauer, mit zunehmendem Alter steigt die Zahl der Krankheitstage pro AU-Fall deutlich an. In der Altersgruppe 60+ erreicht diese ein Maximum mit 23 Tagen.

Psychologische Erkrankungen auf dem Vormarsch

Der DAK-Gesundheitsreport legt nicht nur die Verteilung der Krankheitstage auf die Versicherten offen. Aus dem Report lässt sich auch die Entwicklung bei einzelnen Krankheiten ablesen. So sind nach wie vor Erkrankungen des Muskel- und Skelettapparates für den Großteil der Krankheitstage verantwortlich. Allerdings schließen psychologisch bedingte Leiden, die laut DAK zu den kostenintensivsten Leiden gehören, immer weiter zur Spitze auf.

Im vergangenen Jahr lag deren Anteil an den Krankheitstagen bei 12,1 Prozent – eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Prozent. Ebenfalls deutlich zugelegt hat diesbezüglich die Fallhäufigkeit. Lagen psychologisch bedingte Leiden im vorvergangenen Jahr noch bei 4,8 Prozent, hat sich deren Anteil hier im Vergleich zu 2010 um ganze acht Prozent erhöht.

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