DAK Gesundheit: Zusatzbeitrag fällt ab April weg

Die Insolvenz der City BKK und der BKK für Heilberufe war 2011 ein wichtiges Thema in der deutschen Krankenversicherungslandschaft. Denn erstmals mussten zwei gesetzliche Krankenkassen aufgrund von Finanzproblemen ihre Pforten schließen. Insbesondere bei der ersten Insolvenz der City BKK hatte es im Zuge der Schließung zudem Probleme bei der Aufnahme der Mitglieder in anderen Krankenkassen gegeben, da vor allem ältere oder chronisch kranke Versicherte abgewimmelt worden waren.

Die neue Großkasse DAK Gesundheit

Doch auch die Fusion zwischen DAK und BKK Gesundheit zog letztes Jahr viel Berichterstattung nach sich, denn damit entstand eine der größten Krankenkassen Deutschlands. Später wurde bekannt, dass auch BKK Axel Springer in die neue gesetzliche Kasse eingehen würde. Die neue DAK Gesundheit hat nun insgesamt 6,6 Millionen Versicherte, bei 5,1 Millionen Mitgliedern.

Abschaffung des Zusatzbeitrags

Nun wurde bekannt, dass die Kasse den Zusatzbeitrag zum zweiten Quartal, also ab dem 1. April 2012, abschaffen will. Der Zusatzbeitrag hatte unter anderem auch zum Mitgliederschwund geführt, allein die DAK musste einen Mitgliederverlust von zirka 600.000 Versicherten hinnehmen. Für die Mitglieder der neuen Großkasse bedeutet dies eine monatliche Ersparnis. Dabei wird trotz des Wegfalls der Zusatzbeiträge erwartet, dass man im Jahr 2012 Überschüsse erwirtschaften kann. Doch dies soll nicht die einzige positive Entwicklung bleiben.

Ausbau der Kasse geplant

Die DAK Gesundheit verspricht sich neben Kosteneinsparungen und mehr Finanzstärke durch die Fusion auch das Potential die eigene Marktposition auszubauen. So erlaubt die neue Größe auch eine bundesweite Präsenz durch Service- und Geschäftsstellen. Damit könne man noch mehr Nähe zum Kunden erreichen und hat die Möglichkeit weitere Versicherte durch die erhöhte Service-Qualität anzulocken.

Weitere Fusionen im Bereich des Möglichen

Dabei strebt man durchaus weitere Fusionen an. Die Fusion mit der BKK Axel Springer muss daher kein Einzelfall bleiben. Vor allem die Betriebskrankenkassen stellen, selbst wenn sie finanziell angeschlagen sind, interessante Fusionspartner da, da hier eine Verankerung in den jeweiligen Betrieben vorhanden ist. Darüber lässt sich eine höhere Mitgliederstabilität erreichen.

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