DAK Gesundheit: Neue GKV ab April 2012 ohne Zusatzbeitrag

In der gesetzlichen Krankenversicherung ist der Zusatzbeitrag seit seiner Einführung förmlich zu einem Dauerthema geworden. In den meisten Fällen mussten sich die Kassenpatienten mit negativen Schlagzeilen begnügen. Allerdings haben die Versicherten der neuen DAK Gesundheit Grund zum Aufatmen – die GKV will im kommenden Jahr auf den bislang erhobenen Zusatzbeitrag verzichten.

Einsparungen durch Großfusion

Allerdings kommt der Verzicht auf den Zusatzbeitrag den Versicherten erst im Jahresverlauf 2012 zugute.

Wie die DAK (Deutsche Angestellten Krankenkasse) mitteilte, soll erst ab April des kommenden Jahres auf den zusätzlichen Obulus von den Mitgliedern der GKV verzichtet werden. Bis dahin müssen sowohl die Versicherten der DAK als auch der BKK Gesundheit weiter etwas tiefer in die Tasche greifen. Grund für den Verzicht ist die Fusion zwischen beiden.

Durch den Zusammenschluss wird die DAK Gesundheit entstehen, welche mit 6,6 Millionen Versicherten auf Platz 3 im bundesdeutschen Durchschnitt liegt. Anhand dieser Zahl lässt sich auch ermessen, welche Einsparungen sich durch die Fusion der beiden Krankenkassen ergeben. Gespart wird mit hoher Wahrscheinlichkeit vor allem in der Verwaltung. „Die beiden Kassen bündeln ihr Vertragsmanagement sowie ihre Versorgungsangebote“, wie DAK-Chef Herbert Rebscher erklärte.

Positives Signal für die GKV

Allerdings dürfte nicht nur der Zusammenschluss, welcher das Zusammenlegen von Geschäftsstellen ermöglicht, für das gute Wetter in der gesetzlichen Krankenversicherung verantwortlich sein. Aus Sicht von Branchenkennern ist es auch die Tatsache, dass ein Mix aus guter Konjunktur und Einsparungen für vollere Kassen sorgt. Unterm Strich scheinen die Probleme des vergangenen Jahres, als noch von einem erheblichen Defizit in der GKV die Rede war, vergessen.

Trotzdem – ganz aus den Augen sollte man die Schattenseiten im Gesundheitswesen nicht verlieren. Das aktuelle Beispiel BKK für Heilberufe zeigt, dass es längst nicht allen Krankenkassen gut geht, sondern die eine oder andere nach wie vor in unruhigem Fahrwasser unterwegs ist.

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