Cyber-Mobbing: Ein Drittel aller Kinder in der Opferrolle

Eine Umfrage der Techniker Krankenkasse (TK) hat gravierende Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Mobbing herausgefunden. Während in der Vergangenheit sich die Kinder auf dem Schulhof gegenüberstanden und Lehrer oder Erzieher eingreifen konnten, verschieben sich die Positionen in der heutigen Zeit auf eine distanzierte und anonyme Stufe – das Mobbing im Internet.

Opfer sind psychisch und körperlich betroffen

Es gibt heute mehrfach Beispiele, die zeigen, das Cyber-Mobbing lange kein Einzelfall mehr ist und welche Ausmaße eine solche Mobbing-Attacke annehmen kann.

So wurden in der Vergangenheit bereits Jugendliche durch das Mobbing im Internet, etwa auf sozialen Plattformen hochgeladene Fotos o. Ä. bis in den Selbstmord getrieben. Einer Umfrage der TK, welche am Dienstag veröffentlicht wurde, zeichnet nach, dass in Deutschland bereits ein Drittel aller Kinder und Jugendlichen mindestens einmal Opfer von Cyber-Mobbing gewesen ist.

Es handelt sich dabei auch meist nicht um Einzeltäter, sondern das gezielte Angreifen durch eine Gruppe. Bei der Befragung von Opfern kam heraus, dass in den meisten Fällen Drohungen und Beleidigungen ausgesprochen werden, was in 18 Prozent der Fälle geschieht, gefolgt von der „üblen Nachrede“, welche in 13 Prozent nachweisbar gewesen ist. Seltener der Fall ist, dass Täter sich an dem Profil der Opfer zu schaffen machen und deren Identität benutzen (acht Prozent) oder die Weitergabe von Fotos, Videos usw. an Dritte (drei Prozent).

Opfer sind „verzweifelt und hilflos“

Für die Täter ist es meist „nur ein Spaß“ und sie sind sich der Folgen für die Opfer nicht bewusst. So gaben 10 Prozent der Befragten an, sich selbst schon an Mobbing-Attacken beteiligt zu haben und fünf Prozent sehen es als möglich an, in Zukunft selbst einmal zu mobben.

Die Opfer leiden nach den Attacken oft unter Kopf- oder Bauchschmerzen und auch Schlafstörungen sind eine weitere körperliche Folge. Zudem sind psychische Belastungen wie Verzweiflung, emotionale Verletzung und Wut – bis hin zu Depressionen o. Ä. die Folgen der Attacken.

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