Continentale kündigt Beitragsrückerstattung für 71.000 Versicherte an

Nachdem bereits die privaten Krankenversicherer Debeka, Hallesche, Universa und Gothaer für ihre Privatversicherten Beitragsrückerstattungen angekündigt haben, können sich nun auch Versicherte der Continentale freuen. Kunden, die im vergangenen Jahr keine Leistungen in Anspruch genommen haben, erhalten nun unter gewissen Umständen eine Rückzahlung von mehr als 860 Euro.

Beitragsrückerstattung bei Continentale von über 860 Euro pro Person

Wie schon im letzten Jahr erhalten auch 2013 zehntausende Continentale-Versicherte eine Beitragsrückerstattung. Im Vergleich zu 2012 steigt der Bonus dabei sogar um mehr als 150 Euro. Mit der Beitragsrückerstattung werden die entsprechenden Privatpatienten von der Continentale für ihr „wirtschaftliches Verhalten“ belohnt, erläutert der Vorstand des Unternehmens, Christoph Helmich. Wer im letzten Jahr keine medizinischen Leistungen in Anspruch genommen hat – sei es, weil er gesund geblieben ist oder einzelne Arztbehandlungen aus eigener Tasche gezahlt hat – darf sich in diesem Jahr über eine Beitragsrückzahlung von durchschnittlich 868 Euro freuen.

Rund 71.000 Continentale-Versicherte erhalten Beiträge zurück

An rund 71.000 Continentale-Kunden wird die Beitragsrückerstattung 2013 ausgezahlt. Rund 51,1 Millionen Euro werden so an die Versicherten dieser privaten Krankenversicherung verteilt. Hinzu kommt eine weitere, garantierte Beitragserstattung für Privatpatienten, die in den Tarifen „Economy“ und „Comfort“ versichert sind. An sie werden zusätzlich 10,5 Millionen Euro ausgezahlt, sodass jeder betroffene Versicherte im Schnitt deutlich über 800 Euro erhält. 2012 waren es noch knapp 700 Euro pro Person.

Debeka-Kunden erhalten rund 800 Euro ausgezahlt

Auch eine der größten privaten Krankenversicherer, die Debeka, hat eine deutliche Beitragsrückerstattung für ihre Kunden angekündigt. Insgesamt werden über 361 Millionen Euro an 445.000 Mitglieder ausgezahlt, die 2012 leistungsfrei geblieben sind. Das entspricht einem Betrag von rund 811 Euro pro Person. Aufgrund ihrer Höhe werden die Rückzahlungen jedoch nicht nur positiv gesehen. Kritiker befürchten, dass Versicherte auf wichtige Leistungen verzichten, um den hohen Bonus im nächsten Jahr zu kassieren. Andere Privatpatienten zahlen kleinere Leistungen lieber selbst, um so von der Beitragsrückerstattung profitieren zu können. Die Versicherungsgesellschaften teilen die Kritik nicht. Für sie stellen die Rückerstattungen lediglich einen Anreiz dar.

 

Weitere News:

Tops und Flops in der privaten Krankenversicherung

Aktuelle Zahlen zeigen, welche privaten Krankenversicherer in den letzten fünf Jahren die meisten neuen Mitglieder gewonnen haben. Rund die Hälfte der berücksichtigten 33 Anbieter ist gewachsen. Andere Anbieter verbuchen dagegen teils deutliche… mehr

Finanztest: Probleme mit der privaten Krankenversicherung vermeiden

In der aktuellen Ausgabe von Finanztest (08/2016) greift Stiftung Warentest das Thema Probleme mit der privaten Krankenversicherung auf. Denn nicht immer zahlen die Versicherer für jede Behandlung. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn diese nicht… mehr

Finanztest prüft PKV-Ergänzungstarife für Beamte

Beamte haben die Möglichkeit, mit Beihilfeergänzungstarifen ihren Versicherungsschutz aufzustocken. Denn trotz privater Krankenversicherung und Beihilfe bleiben sie manchmal auf Kosten sitzen, etwa wenn Zahnersatz oder eine neue Brille notwendig… mehr

Kosten für Physiotherapie: Ärger mit privater Krankenversicherung

In der Regel profitieren privat Versicherte von sehr guten Leistungen. Doch nicht immer ist im Vertrag eindeutig geregelt, für welche Behandlungen der Versicherer wie viel zahlt. Ein solcher Streitfall stellt beispielsweise die Kostenübernahme… mehr