City BKK: AOK warnt vor Schwierigkeiten für GKV

Probleme für GKV durch City BKK

City BKK Problem für GKV

Die Versicherten der City BKK können zwar aufatmen, da sich die gesetzlichen Krankenkassen auf einen gemeinsamen Kurs verständigt haben. Allerdings scheint die Pleite der GKV nun andere Krankenkassen vor Probleme zu stellen. Frank Michalak sprach gegenüber der „BZ“ eine Warnung aus, dass mit dem Eintritt der Versicherten aus der City BKK die GKV´s in finanzielle Schwierigkeiten geraten könnten. Grund sei der Gesundheitsfonds.

City BKK und der Dominoeffekt

Bereits seit Tagen wird darüber spekuliert, welche Auswirkungen die Pleite der City BKK haben wird.

Aufgrund des Fehlverhaltens einiger Krankenkassen scheint ein Imageverlust sicher. Allerdings sprach Frank Michalak von der AOK Nordost eine weitere Konsequenz an. Gesetzliche Krankenversicherung, die Mitglieder der Pleitekasse aufnehmen, müssten die Kosten für Behandlungen beim Arzt bzw. im Krankenhaus in den ersten acht Wochen aus eigener Kasse stemmen.

Erst mit zweimonatiger Verspätung würden der GKV die Zuwendungen aus dem Gesundheitsfonds zufließen. Aufgrund dieser Tatsache entsteht den betroffenen gesetzlichen Krankenkassen ein finanzielles Loch. Frank Michalak rechnet daher mit Liquiditätsproblemen, welche in der letzten Konsequenz zu einem Zusatzbeitrag führen könnten. Denn die Kosten für kranke Versicherte fallen bereits ab dem ersten Tag der Mitgliedschaft in einer neuen Krankenversicherung an.

Druck aus der Politik

Trotz des Einlenkens der gesetzlichen Krankenversicherung und Signalen, den Versicherten keine Steine mehr in den Weg zu legen, hält die Politik den Druck auf die GKV aufrecht. So bekräftigte der neue Gesundheitsminister Daniel Bahr den Griff zu Sanktionen, falls Kassen versuchten, einige unbequeme Versicherte zu anderen Krankenversicherungen zu schieben. Und auch das BVA fordert mehr Kompetenz. Dessen Präsident Maximilian Gaßner machte sich für die Befugnis stark, Bußgelder verhängen zu können.

Die Tatsache, dass der Gesundheitsfonds immer wieder massiver Kritik ausgesetzt ist, wird mit den Drohungen aber nicht aus dem Weg geräumt. Speziell teure Behandlungen älterer Patienten werden nicht immer zu 100 Prozent aus den Zuwendungen des Gesundheitsfonds gedeckt. Krankenversicherungen müssen in diesem Fall nachschießen und brauchen das eigene Polster auf.

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