City BKK: 15.000 Mitglieder erhalten zwangsweise neue Kasse
Die City BKK hat als erste deutsche Krankenkasse von Amts wegen ihre Pforten schließen müssen. Deren Schließung zum 01. Juli 2011 war nicht nur für die betroffenen Versicherten ein Schock. Die gesamte Branche hat in den Monaten vor der Schließung vor weiteren Pleiten gezittert. Zwei Wochen nach der Schließung scheint klar, wie viele Mitglieder die City BKK zum Schluss noch hatte – rund 15.000.
15.000 Versicherte erhalten Zuweisung
Diese 15.000 ehemaligen Mitglieder der City BKK werden jetzt vom Arbeitgeber, dem Träger der Rentenversicherung bzw. der Agentur für Arbeit in eine neue gesetzliche Krankenversicherung zugewiesen.
Jetzt, da Arbeitgeber, die Träger der Rentenversicherung bzw. die Agentur für Arbeit diese Aufgabe übernehmen, müssen die Versicherten mit der neuen Krankenkasse vorerst arrangieren – ob sie wollen oder nicht. Denn in der Regel ist ein umgehender Wechsel in eine neue GKV nicht möglich, es muss eine Mindestversicherungsdauer abgewartet werden. Wo Betroffene nun versichert werden, orientiert sich in der Regel an dem Stand vor dem Eintritt in die City BKK.
Eventuell Zusatzbeitrag für Zugewiesene
Welche Folgen hat die Zuweisung? Für den Versicherten im ersten Moment keine. Schließlich gilt in der GKV ein allgemeiner Beitragssatz von 15,5 Prozent. Dieser Beitrag für die gesetzliche Krankenversicherung ändert sich nicht. Allerdings besteht die Gefahr, dass Betroffene unversehens in einer gesetzlichen Kasse landen, welche bereits den Zusatzbeitrag erhebt. In einem solchen Fall muss der Versicherte vorerst die bittere Pille schlucken und den Zusatzbeitrag stemmen.
Kosten der City-BKK-Pleite noch offen
Wieviel die Pleite der City BKK unterm Strich kosten wird, ist derzeit alles andere als eine abgeschlossene Rechnung. Zu den großen Unbekannten gehört unter anderem, welche Ausgaben bei der City BKK in Abwicklung noch auflaufen. Ein weiterer Unsicherheitsfaktor: Ein Gericht verdonnerte die Krankenkasse erst kürzlich zur Rückzahlung des Zusatzbeitrags, was die Belastungen weiter nach oben treiben könnte.
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