Central Beitragserhöhung 2012: PKV wird teurer

29.11.2011: Die Beitragserhöhungen bei der Central Krankenversicherung beschäftigen viele Versicherte und Fachleute. Ab dem 01.01.2012 hat der fünftgrößte private Krankenversicherer aus Köln deutliche Beitragssteigerungen von bis zu 40% angekündigt.  Vor allem die Billigtarife der „ECOline“-Reihe werden deutlich teurer, während Premiumtarife der „TOPline“-Reihe mit relativ kleinen Kostensteigung rechnen müssen.

Köln: Nachdem die Versicherten der Central Krankenversicherung Ihre neuen Beitragsanpassungen, ab Januar 2012 gültig, schriftlich erhalten haben, ist der Frust groß. Einige Kunden erhielten Beitragserhöhungen von bis zu 40% gegenüber ihrem alten PKV Tarif. Im Schnitt liegt die Beitragserhöhung bei 12,9% wie der Versicherer aus Köln mitteilte, was jedoch noch immer deutlich über dem Marktdurchschnitt von 5-7% liegt.

Welche PKV Tarife sind von der Beitragserhöhung betroffen?

Besonders hart trifft die Beitragserhöhung alle PKV Neukunden aus den Jahren 2010 und 2011, die sich von den Billigtarifen der „ECOline“ Reihe haben anlocken lassen. Diese müssen mit Beitragserhöhungen zwischen 30 und 40% rechnen. Die Idee, durch billige Tarife Neukunden zu generieren, die später in einen höherwertigen Tarif innerhalb der Central wechseln, ist nicht aufgegangen. Die Tarifreihe „ECOline“ wurde zum Januar 2012 eingestellt und wird nicht mehr für Neukunden angeboten.

Übersicht weiterer Beitragserhöhungen der Central:

  • „Central Komfort“ Tarife ca. 10-15% teurer
  • „Central Vario“ Tarife ca. 15-20% teurer

Beitragsanpassung in der PKV 2012

Bei der Central Krankenversicherung sind ca. 70% der Tarife von Beitragserhöhungen betroffen. Aber auch bei anderen großen Anbietern sieht es ähnlich aus:

  • AXA: 62% aller Tarife
  • Continentale: 50% aller Tarife
  • Gothaer: 62% aller Tarife
  • Allianz: 16% aller Tarife
  • DKV: 20% der Tarife

Was können Betroffene tun?

Grundsätzlich ist ein Wechsel innerhalb der eigenen Gesellschaft am sinnvollsten. Wie das Verbrauchermagazin „Stiftung Warentest“ im November 2011 berichtet, lohnt sich meistens ein Wechsel in einen günstigeren Tarif. Oftmals gibt es Probleme seitens der Anbieter, hier empfiehlt es sich im Falle einer Weigerung des Versicherers zu einem Tarifwechsel, den Ombudsmann für die Private Krankenversicherung zu kontaktieren (Postfach 060222, 10052 Berlin, Telefon 01802-550444). Alternativ können Sie sich auch an einen unabhängigen Experten wenden, der Ihre persönliche Situation in einem PKV Anbietervergleich kostenlos prüft.

Weitere News:

Tops und Flops in der privaten Krankenversicherung

Aktuelle Zahlen zeigen, welche privaten Krankenversicherer in den letzten fünf Jahren die meisten neuen Mitglieder gewonnen haben. Rund die Hälfte der berücksichtigten 33 Anbieter ist gewachsen. Andere Anbieter verbuchen dagegen teils deutliche… mehr

Finanztest: Probleme mit der privaten Krankenversicherung vermeiden

In der aktuellen Ausgabe von Finanztest (08/2016) greift Stiftung Warentest das Thema Probleme mit der privaten Krankenversicherung auf. Denn nicht immer zahlen die Versicherer für jede Behandlung. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn diese nicht… mehr

Finanztest prüft PKV-Ergänzungstarife für Beamte

Beamte haben die Möglichkeit, mit Beihilfeergänzungstarifen ihren Versicherungsschutz aufzustocken. Denn trotz privater Krankenversicherung und Beihilfe bleiben sie manchmal auf Kosten sitzen, etwa wenn Zahnersatz oder eine neue Brille notwendig… mehr

Kosten für Physiotherapie: Ärger mit privater Krankenversicherung

In der Regel profitieren privat Versicherte von sehr guten Leistungen. Doch nicht immer ist im Vertrag eindeutig geregelt, für welche Behandlungen der Versicherer wie viel zahlt. Ein solcher Streitfall stellt beispielsweise die Kostenübernahme… mehr