Bundesgesundheitsminister will an Praxisgebühr festhalten

Praxisgebühr für gesetzlich Versicherte bleibt weiterhin bestehen

Bereits seit vielen Jahren kämpfen die gesetzlichen Krankenkassen mit Verlusten, denn die Beiträge sinken, obwohl die Ausgaben für Medikamente oder Behandlungen der Versicherten steigen. Schon seit Jahren erheben die gesetzlichen Krankenkassen daher von ihren Versicherten pro Quartal eine Praxisgebühr in Höhe von zehn Euro, die beim Besuch eines Arztes oder eines Zahnarztes entrichtet werden müssen.

Gesundheitssystem und Krankenkassen vor weiteren Reformen

Jetzt will der neue Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler die gesetzlichen Krankenkassen reformieren. Dabei stehen grundsätzlich alle Einnahmen und Ausgaben auf dem Prüfstand, so auch die Praxisgebühr. Diese kann und will Rösler jedoch nicht ersatzlos streichen, vielmehr plant er, die Beiträge der Versicherten besser und gezielter einzusetzen. Von kurzfristigen Sparmaßnahmen hält er hingegen nichts, denn diese seien in der Vergangenheit bereits zahlreich durchgeführt worden, oft zu Lasten der Versicherten.

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Neben diesen Aussagen, die Philipp Rösler gegenüber der „Saarbrücker Zeitung“ vom 28. Dezember 2009 äußerte, hielt der Bundesgesundheitsminister weiterhin an der von ihm unterstützten Gesundheitsprämie fest. Er verfolgt hiermit das Ziel, den Menschen in Deutschland eine gute und umfassende medizinische Versorgung zu ermöglichen. Das heutige System, so Rösler, sei zu sehr mit der Anzahl der Beschäftigten verbunden, zudem müsse der finanzielle Ausgleich zwischen Arm und Reich innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung neu geregelt werden. Trotz dieser Umgestaltung soll verhindert werden, dass erneut Milliarden bezuschusst werden müssen und die gesetzlichen Krankenkassen die Möglichkeit erhalten, sich aus eigener Kraft zu finanzieren.

Die Einsparungen will Rösler beispielsweise durch mehr Wettbewerb im Gesundheitswesen erreichen. Um auch die Kosten innerhalb der Pflegeversicherung zu begrenzen, rief der Bundesgesundheitsminister die Menschen in Deutschland zu privater Vorsorge nach dem Bild der privaten Altersvorsorge auf.

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