Bundesgesundheitsminister Rösler will Ärztepakt für Deutschland

Aerztemangel in Kliniken und auf dem Lande weiter dramatisch

Philipp Rösler (FDP) hat in seiner Eigenschaft als Bundesgesundheitsminister die Amtskollegen der einzelnen Bundesländer zu einem Spitzengespräch nach Berlin eingeladen. Geplant war die Verabschiedung eines Ärztepaktes. Ein solcher erscheint als notwendig, da zur Zeit in Deutschland annähernd 5000 Arztstellen in Kliniken nicht besetzt werden können und die ärztliche Versorgung in ländlichen Gebieten teilweise mangelhaft ist (siehe Aerztemangel in Klinik und auf dem Lande). Diesem Mangel an Ärzten steht eine Überversorgung in vielen Großstädten entgegen.

Wahlkampft in NRW haelt Minister ab

Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler hoffte darauf, gemeinsam mit seinen Kollegen einen wirksamen Maßnahmenkatalog entwickeln zu können. Er äußerte sein Bedauern, dass auf Grund zahlreicher Absagen von Gesundheitsministern der SPD sowie der Linken dieses Vorhaben nicht mehr erfüllbar sei. Als besonders unerklärlich bewertet der Gesundheitsminister des Bundes die Absagen seiner Kollegen aus den Bundesländern Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Die genannten drei Bundesländer gehören zu den am stärksten vom Ärztemangel betroffenen Regionen in Deutschland. Philipp Rösler vermutet, dass seine Kollegen unmittelbar vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen nicht auf die Problematik der ärztlichen Versorgung hinweisen wollen. Dieses Verhalten betrachtet er als unverantwortlich, allerdings hat der Gesundheitsminister des Bundes wenig Geschick bei der Festlegung des Termins für das Spitzentreffen bewiesen.

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