Brustkrebs: Risikofaktor Ernährung

Brustkrebs ist eine immer häufiger werdende Erkrankung von Frauen, die Statistiken zufolge auch an den westlichen Lebensstil gebunden ist. So tritt Brustkrebs, der auch als Mammakarzinom bezeichnet wird, in den USA etwa fünfmal häufiger auf als etwa in Entwicklungsländern. In Japan hingegen, welches einen mit den USA vergleichbaren Lebensstandard aufweist, sind die Erkrankungsraten jedoch ebenfalls geringer. Forscher stellen sich nun die Frage, welche Risikofaktoren im Einzelnen zu einer Erkrankung führen, denn wandern Japanerinnen in ein westliches Land aus, steigt auch ihr Risiko, an Brustkrebs zu erkranken.

Cholesterin beeinflusst Häufigkeit von Brustkrebs

Laut einer Studie im American Journal of Pathology fanden Wissenschaftler heraus, dass auch die Ernährung eine wesentliche Rolle für das Auftreten von Brustkrebs spielt.

Welche einzelnen Bestandteile jedoch eine Erkrankung fördern, ist bis heute nicht bekannt. Klar ist jedoch, dass ein erhöhter Cholesterinkonsum oder ein erhöhter Cholesterinspiegel im Blut eine Ursache sein kann. So wurde im Tierversuch mit Mäusen entdeckt, dass bei einer Ernährung im westlichen Stil, die rund 12,2% Fett und 0,2% Cholesterin enthält, das Risiko einer Brustkrebserkrankung um nahezu 50% steigt. Wurden die Mäuse hingegen mit cholesterinfreien Lebensmitteln gefüttert, deren Fettanteil 4,5% nicht übersteigt, konnte das Risiko deutlich gesenkt werden.

Ernährung wirkt sich auch auf den Krankheitsverlauf aus

Doch nicht nur die Erkrankung selbst, auch der Krankheitsverlauf ist auf die Ernährung zurückzuführen. So konnten die Forscher nachweisen, dass die Größe eines Tumors bei fettreicher Ernährung stark angewachsen ist, gleichzeitig konnten im Blut der Tiere zahlreiche Biomarker eines besonders aggressiven Tumorwachstums nachweisen.
Eine besondere Entdeckung machten die Wissenschaftler, als sie in Folge der Erkrankung eine Senkung des Cholesterinspiegels nachweisen konnten. Dies ist wohl auf den gestiegenen Cholesterinbedarf des Tumors zurückzuführen.

Die Ergebnisse der Studie belegen somit, dass eine gesunde, fettarme Ernährung sich positiv auf den gesamten Körper auswirkt. Eine ätiologische, also eine für die Erkrankung ursächliche, Bedeutung von Cholesterin kann mit ihr allerdings nicht nachgewiesen werden.

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