Brustkrebs: arme Frauen erkranken eher und leiden stärker

Bereits im Jahr 1979 entdeckten Forscher das Protein P53, welches für die Reparatur der DNA und damit der Verhinderung von Tumorverantwortlich ist. Diese Funktion ist auch besonders dann wichtig, wenn sich der Körper gegen eine Krebserkrankung wehren muss. Sofern das P53-Gen jedoch verändert oder mutiert ist, kann sich der Körper nicht mehr gegen den Krebs wehren, was in der Regel zu einem deutlich ernsteren Krankheitsverlauf und auch oftmals zum Tode führen kann.

Mutation des P53 Proteins bei sozial schwachen Frauen verbreiteter

Laut einer Studie des Journal of Cancer haben Forscher festgestellt, dass das P53-Gen vor allem bei Frauen aus ärmeren Regionen sehr häufig Mutationen aufweist. Sind diese Frauen dann an Brustkrebs erkrankt, war der Krankheitsverlauf meist sehr schwer, viele Frauen haben das Mammakarzinom nicht überlebt.
Die Forschung belegte, dass etwa 26% der britischen Bevölkerung eine Mutation des P53-Gens aufweisen. Stammten die Frauen jedoch aus sozial schwachen Gebieten, lag der Anteil der Mutationen bereits bei fast 59% und war damit nahezu doppelt so hoch. Eine Erklärung hierfür ist zum Beispiel der Lebensstil dieser Frauen, die sehr häufig Rauchen, Alkohol trinken und sich nur ungesund ernähren. Neben diesen Erklärungen ist es auch möglich, dass eine genetische Prädisposition der Anlass für diese häufigen Erkrankungen ist.

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Auch Todesrate armer Frauen nach Mammakarzinom größer

Die Studie der britischen Forscher zeigte aber noch eine weitere Besonderheit: Sozial schwächere Frauen mit einer P53-Mutation starben häufiger und meist auch schneller als Frauen aus den oberen Schichten. Dies kann zwar medizinisch nicht erklärt werden, kann aber auch die zum Teil schlechtere Versorgung unterer Schichten zurückzuführen sein.

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