Brüssel: Modell der PKV solidarisch und generationengerecht

Das System der privaten Krankenversicherung in Deutschland gilt als Musterbeispiel für mehr Generationensolidarität in Europa. Zu diesem Ergebnis kamen vier europäische Verbandsvertreter bei einer Brüsseler Veranstaltung aus Anlass des aktuellen Themenjahres der Europäischen Kommission.

Im Rahmen des „Europäischen Jahres für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen“ der Europäischen Kommission haben vier europäische Verbandsvertreter gemeinsam mit dem Vizepräsidenten im Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten, Thomas Mann MdEP, in Brüssel über die Rolle der privaten Kranken- und Pflegeversicherung diskutiert. Zu der Veranstaltung in Brüssel hatten der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV), die Fédération Francaise des Sociétés d’Assurances (FFSA), die Association of British Insurers (ABI) und der Versicherungsverband Österreich (VVO) eingeladen. Die Teilnehmer besprachen vor mehr als 100 Entscheidungsträgern aus europäischen Institutionen und Vertretern der Mitgliedstaaten, dass das Modell der PKV in der Europäischen Union besonders geeignet sei, um solidarisch und generationengerecht auf die alternde Gesellschaft in Europa zu reagieren. Das gab der Verband der Privaten Krankenversicherung e. V. am vergangenen Freitag in einer Pressemitteilung bekannt.

PKV als nachhaltiges Finanzierungsmodell

Den demographischen Herausforderungen der alternden europäischen Gesellschaft könne nur mit nachhaltigen und stabilen Finanzierungsmodellen begegnet werden, so der Konsens der Diskussionsteilnehmer. Die Versicherungswirtschaft in Europa kann aus der Sicht der Verbandsvertreter dazu einen entscheidenden Beitrag leisten. Beispielhaft wurde die PKV in Deutschland angeführt, die bis heute einen Kapitalstock von 170 Milliarden Euro durch Altersrückstellungen aufbauen konnte. Dieses System könne ohne staatliche Mittel zu einer Solidarität zwischen den Generationen beitragen.

Altersvorsorge im Fokus

Das Themenjahr der Europäischen Kommission soll die demographischen Herausforderungen Europas stärker in den Fokus der öffentlichen Diskussion rücken und nach Lösungen für ein solidarisches und generationengerechtes Europa suchen. Eine umfassende Strategie zu dem Umgang mit der stetig älter werdenden Gesellschaft ist dringend notwendig, sagte die stellvertretende Generaldirektorin der Generaldirektion Beschäftigung, Soziales und Chancengleichheit der Europäischen Kommission, Lenia Samuel, im Rahmen der Veranstaltung. Die Mitgliedsländer der Europäischen Union sollen das Thema Altersvorsorge künftig noch stärker in den Vordergrund stellen.

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