Biorhythmus: Zeitumstellung verursacht Mini-Jetlag

Reisende kennen die Auswirkungen des Jetlags zur Genüge. Am Wochenende droht wieder ganz Deutschland ein Mini-Jetlag – die Umstellung von Winter- auf Sommerzeit. Experten warnen jetzt vor Problemen durch die fehlende Stunde. Insbesondere im Straßenverkehr kann es nach der Zeitumstellung zu einer erhöhten Unfallgefahr kommen. Denn die Umstellung geht an unserem Körper nicht ohne Spuren vorüber.

Sommerzeit – Folgen für den Biorhythmus

Wenn am 27. März 2011 die Uhren in Deutschland wieder um eine Stunde vorgestellt werden, fehlt uns eine Stunde. Auf den ersten Blick hat die Umstellung keine großen Auswirkungen.

Unser Körper spürt die Veränderung allerdings deutlich. Und reagiert mit Konzentrationsschwäche, innerer Unruhe und Müdigkeit. Das Mini-Jetlag hat aber noch eine ganz anderer Folge. Wie der Auto Club Europa anhand einer Auswertung von Unfallzahlen der letzten Jahre herausgefunden hat, nehmen nach die Zeitumstellungen Unfälle deutlich an Häufigkeit zu.

Im April, dem 1. Monat nach der Umstellung auf die Sommerzeit, liegen die Unfallzahlen etwa 2010 um 21 Prozent über denen aus dem Monat März. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch in den anderen Jahren, die der Auto Club Europa untersucht hat. Als Ursache verweist der ACE auf die Folgen der Zeitumstellung. Und gießt damit Wasser auf die Mühlen ihrer Kritiker. Denn der Wechsel von Sommer- auf Winterzeit wird keineswegs von allen mit Begeisterung getragen.

Zeitumstellung setzt Körper unter Druck

Denn die Umstellung der Uhrzeit kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt. An der Grenze zwischen den Jahreszeiten ist der Körper durch die sich ändernden Bedingungen so schon gefordert. Durch das Mini-Jetlag wachsen die Belastungen. Viele Verbraucher fühlen sich in den ersten Tagen müde, schlapp und abgespannt. Ein Mix, der im Straßenverkehr zu einer ernsten Gefahr werden kann. Wer die Warnzeichen für Sekundenschlaf an sich feststellt, sollte daher dringend eine Pause einlegen.

Die Auswirkungen auf den Straßenverkehr sind allerdings nur eine Facette der Zeitumstellung. Statistiken scheinen darauf hinzudeuten, dass es nach dem Wechsel auch zu einer erhöhten Zahl an Herzinfarkten kommt. Zum ersten Mal eingeführt wurde die Zeitumstellung während des 1. Weltkriegs, um das Tageslicht effektiver nutzen zu können. Seit 1980 gilt in Gesamtdeutschland die heutige Sommer-/Winterzeitregelung.

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