Betriebliche Krankenversicherungen: Policen für die Belegschaft

Der Wettkampf um qualifizierte Bewerber gestaltet sich für Arbeitgeber heutzutage zunehmend schwerer. In Zeiten, in denen bei den gesetzlichen Krankenversicherungen die Versorgungslücken wachsen, scheinen betriebliche Krankenversicherungen eine interessante Alternative gegenüber den klassischen Mitteln der Mitarbeiterbindung zu bieten.

Hier unterscheidet man in der Regel zwischen zwei Formen: Bei der ersten Variante zahlt der Arbeitgeber für den Mitarbeiter, bei der Zweiten übernimmt der Mitarbeiter die Zahlung selbst und erhält über den Betrieb Angebote, die entweder günstiger, oder umfangreicher sind. Neben dem Spezial-Produkt für Mitarbeiter mit starken Umsatzzahlen werden auch Versicherungen, wie etwa für die ambulante und die zahnärztliche Behandlung, kostspielige Vorsorgeuntersuchungen oder auch dem Krankengeld angeboten.

Der Arbeitgeber beweist soziale Kompetenz

Gegenüber der “aerztezeitung“ äußerte sich der hessische Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) zustimmend zu solchen Versicherungsformen: „Für mich ist die betriebliche Krankenversicherung einer der wichtigsten Benefits“. Die … „Arbeitgeber beweisen hierüber soziale Kompetenz gegenüber Mitarbeitern und zeigen, dass ihnen ihre Gesundheit wichtig ist“, führt Herr Grüttner fort. Jedoch ist die gute Gesundheit der Mitarbeit nicht nur lediglich wichtig, sondern steht auch in direktem Zusammenhang mit dem reibungslosen Betriebsablauf.

Versicherer steigen zunehmend in den Markt ein

Die Versicherer selbst erkennen zunehmend den Wert eines solchen Marktsegmentes. Christian Molt, Vorstandsmitglied der Allianz Private Krankenversicherung, äußerte sich gegenüber der Financial Times im Frühjahr wie folgt: „Wir sehen die betriebliche Krankenversicherung als ein Wachstumsfeld und wollen uns in diesem neuen Geschäftssegment als einer der führenden Anbieter positionieren“. Andere Anbieter offerieren solche Versicherungsformen jedoch schon seit einiger Zeit, darunter die Axa, DKV, Gothaer, Hallesche, R+V und SDK.

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