Beitragserhöhung: Wann lohnt sich ein PKV-Wechsel?

Manch ein privat Versicherter muss zum Jahreswechsel eine erneute Beitragserhöhung der privaten Krankenversicherung hinnehmen. In einigen Fällen kann sich ein PKV-Wechsel lohnen. Was Versicherte beachten müssen, die wechseln wollen.

PKV-Wechsel: Erst erkundigen, dann kündigen

PKV-Versicherte, die ab 2014 schon wieder höhere Beiträge für die private Krankenversicherung zahlen müssen, sollten jetzt nicht vorschnell handeln. Zunächst einmal ist es ratsam zu überlegen, ob ein PKV-Wechsel tatsächlich sinnvoll ist. Ein hoher Aufwand, viel Papierkram und ein Verlust der wertvollen Altersrückstellungen sprechen möglicherweise dagegen. Niedrigere Beiträge und bessere Leistungen in einem anderen Tarif oder gar bei einem neuen Versicherer wiederum können dafür sprechen, einen PKV-Wechsel voranzutreiben.

Beratung zum PKV-Wechsel ist unerlässlich

Die Vorteile und Nachteile eines PKV-Wechsels sollten Privatpatienten auf gar keinen Fall allein gegeneinander abwägen. Empfehlenswert ist eine persönliche Beratung durch einen anbieterunabhängigen Versicherungsexperten. Dieser kann Alternativen zu dem aktuellen privaten Krankenversicherungsschutz genauer erläutern und in einem neutralen Beratungsgespräch das Pro und Contra eines PKV-Wechsels im Detail erklären.

PKV-Wechsel: Neuer Tarif oder neuer Versicherer?

Kommt ein PKV-Wechsel tatsächlich in Frage, so gibt es verschiedene Möglichkeiten des Wechsels: Zum einen kann der Versicherungskunde in einen anderen Tarif seines bisherigen Anbieters wechseln. Zum anderen hat er natürlich auch die Möglichkeit, zu einer anderen Gesellschaft zu wechseln. Welche Variante des PKV-Wechsels im Einzelfall besser geeignet ist, kann ebenfalls in dem Beratungsgespräch besprochen werden.

Kündigung nicht ohne neue Krankenversicherung

Was übrigens nicht so einfach geht, ist eine Kündigung der bestehenden privaten Krankenversicherung. Zwar haben Kunden, die von einer Beitragserhöhung betroffen sind, ein Sonderkündigungsrecht und können innerhalb von zwei Monaten nach Zugang der entsprechenden Mitteilung kündigen. Sie müssen dann aber auch nachweisen, dass sie künftig anderswo krankenversichert sind. Sofern sie diesen Nachweis nicht binnen zwei Monaten erbringen, wird ihre Kündigung der privaten Krankenversicherung unwirksam. Das liegt daran, dass in Deutschland eine Krankenversicherungspflicht besteht und niemand ohne eine entsprechende Absicherung sein darf.

 

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