Beitragserhöhung Krankenversicherung und Kürzung der Leistungen

Krankenkassen Zusatzbeitrag reicht nicht – Beitragserhöhung und Kürzung von Leistungen drohen

Sollte die Bundesregierung ihr Vorhaben in die Tat umsetzen, kommen weiter harte Zeiten auf gesetzlich Krankenversicherte. So soll zum einen durch eine Beitragserhöhung der Krankenversicherung und zum anderen durch Kürzung bzw. Streichen von Leistungen dem drohenden Milliadendefizit in der gesetzlichen Krankenkasse begegnet werden. Bereits zum Anfang diesen Jahres wurde der Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenkasse eingeführt, von dem viele Krankenversicherungen Gebrauch gemacht und so viele Mitglieder verschreckt hatten. Angesichts des drohenden Defizits für das kommende Jahr in Höhe von 11 Milliarden Euro denkt die Bundesregierung sowohl über eine Beitragserhöhung als auch über Leistungskürzungen nach.

Nach drohenden Kassen Insolvenzen und Fusionen gerät Rösler in Bedrängnis

Während die kleine Krankenkasse City BKK nach wie vor von der Insolvenz und der Zerschlagung bedroht ist, besprechen die DAK und die ebenfalls angeschlagene BKK Gesundheit eine Fusion. Bei positivem Verhandlungsverlauf der beiden Kassen könnte die neue Krankenversicherung bereits zum 01. Oktober 210 ihre Arbeit unter dem neuen Namen „DAK Gesundheit“ aufnehmen. Angesichts explodierender Kosten im Gesundheitswesen werden auch in Zukunft gesetzliche Krankenkassen in finanzielle Schieflage geraten und müssen entweder fusionieren und zerschlagen werden. Breits vor einigen Tagen gaben die AOK Plus in Thüringen und Sachsen ihre Fusion mit der AOK Hessen bekannt.

Wechsel in die Private Krankenversicherung (PKV) wird zunehmen

Angesichts weiter steigender Beitragssätze für die gesetzliche Krankenversicherung in Verbindung mit Kürzungen von Standardleistungen ist zu erwarten, dass auch in Zukunft viele Versicherte in die Private Krankenversicherung wechseln werden. Da sich unter den sozialversicherungspflichtigen Angestellten und Arbeitnehmern nur jene mit einem relativ hohen Jahreseinkommen von 49.950 Euro privat versichern können, würden gesetzliche Kassen weiter unter der Abwanderung in die PKV leiden. Jedoch ist der Wechsel in die private Krankenversicherung nicht für jeden Versicherten sinnvoll. Ein PKV Vergleich sollte Aufschluss über Chancen und Risiken geben.

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