Barmer GEK: Operationszahlen steigen immer weiter
Durch die Auswertung von Patientenzahlen ist die Barmer GEK zu einem erschreckenden Ergebnis gekommen, es werden immer mehr Operationen durchgeführt. Die Verordnungen von herkömmlichen Therapien und Medikamenten nimmt immer weiter ab. Für die Krankenkassen ist es vor allem eine Kostenfrage, die Operationen häufiger in Frage stellen. Nach den letzten positiven Meldungen, welche aufgrund von Verträgen mit Pharmakonzernen und geregelten Rabatten verkündet werden konnten, ist dies nun ein herber Rückschlag in der Bilanz der GKV.
Notwendigkeit für Operationen oft nicht gegeben
Für den stellvertretenden Chef der Barmer GEK Rolf-Ulrich Schlenker ist es eindeutig, zu viele Ärzte raten zu vorschnell zu Operationen.
Präsentiert wurden die Ergebnisse der Untersuchung von Gerd Glaeske, und dieser stimmt dem stellvertretenden Barmer Chef voll und ganz zu. Oftmals sind von Ärzten verordnete Operationen keine medizinische Notwendigkeit, sondern könnten auch mit herkömmlichen Therapien und Hilfsmitteln bewältigt werden.
Unterstützung durch Patienten gefordert
Für Rolf-Ulrich Schlenker und Gerd Glaeske sind es aber nicht nur die Ärzte, die sich ändern müssen, auch die Patienten müssen ihren Teil dazu beitragen. Das Stichwort hierfür ist schlicht und einfach, Durchhaltevermögen. Eine weitere Studie hat gezeigt, dass Patienten oftmals schon nach kurzer Zeit genervt und lustlos den herkömmlichen Therapien gegenüberstehen und diese nicht bis zum Schluss durchziehen. So tragen nur 37 Prozent der Patienten ihre Stützstrümpfe, bis sich ein vollständiger Erfolg einstellt.
Somit sind die Kosten für derartige Hilfsmittel, wie Rollstühle und Stützstrümpfe gestiegen, gleichzeitig werden aber auch mehr Operationen verschrieben, was deutlich zeigt, wie wenig Patienten eine Therapie durchhalten. Dadurch sind nicht nur Operationskosten gestiegen, auch die Kosten für Hilfsmittel stiegen bei der Barmer um rund 15 Prozent.
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