Beitragserhöhung und/oder Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung
Birgit Fischer fordert als Chefin der Barmer GEK eine Erhöhung des zur Zeit 14,9 Prozent betragenden allgemeinen Beitrages zur gesetzlichen Krankenversicherung. Nach ihren Ausführungen führt das Beibehalten der gegenwärtigen Beitragshöhe dazu, dass in absehbarer Zeit jede Krankenkasse Zusatzbeiträge einführen müsse. Zur Zeit zahlen gesetzlich krankenversicherte Arbeitnehmer einen Anteil an der Prämie in Höhe von 7,9 Prozent selber, während 7,0 Prozent als Arbeitgeberanteil von diesem zu tragen sind.
Auch AOK Krankenkassen planen Einführung eines Zusatzbeitrags
Eine ähnliche Äußerung stammt von Walter Schwarz, der als stellvertretender Vorstandsvorsitzender der AOK Bayern ohne die Anhebung des allgemeinen Beitragssatzes bereits im kommenden Jahr schwere finanzielle Probleme auf alle gesetzlichen Krankenkassen zukommen sieht. Weiterhin wurde bekannt, dass auch die ersten Kassen innerhalb des AOK Verbundes die Einführung von Zusatzbeiträgen planen, möglicherweise werden einige Kassen diese bereits im Mai beschließen. Lobenswert ist, dass zumindest Birgit Fischer die Notwendigkeit zum Sparen erkannte; aus ihren Äußerungen lässt sich aber nicht ableiten, zu welchen Teilen das Sparen zu Lasten der Versicherten gehen soll. Eindeutig gefordert hat sie ein Einfrieren der Ausgaben für die ärztliche Versorgung sowie für Klinikkosten. Da eine gegenwärtig virulent geführte Diskussion Verbesserungen der Bedingungen für Ärzte in schwach versorgten Gebieten fordert, erscheint dieses Vorhaben als schwierig.
Private Krankenversicherung freut sich: Wechsel in die PKV
Die aktuellen Diskussionen und Planspiele um den Zusatzbeitrag und der Erhöhung des allgemeinen Beitragssatzes zur gesetzlichen Krankenversicherung kommt der PKV zugute. Weiter steigende Kosten treiben vermehrt Versicherte zu einem Wechsel in die Private Krankenversicherung



















