AXA und DKV erhöhen PKV-Beiträge zum 1. April 2013

Nachdem Versicherte der privaten Krankenversicherer AXA und DKV zum Jahreswechsel von einer Beitragserhöhung verschont blieben, wurden sie nun in den letzten Wochen von einer Beitragsanpassung zum 1. April 2013 informiert. Bei der DKV müssen Betroffene bis zu 25 Prozent mehr für ihre private Krankenversicherung zahlen.

PKV-Beitragserhöhung 2013 bei DKV und AXA

Beitragserhöhungen sind in der privaten Krankenversicherung keine Seltenheit. Jahr für Jahr werden viele PKV-Versicherte schriftlich darüber informiert, dass sich ihr privater Krankenversicherungsschutz verteuert. Meist erhöhen Versicherer die Beiträge zum 1. Januar des Folgejahres. 2013 gibt es jedoch auch einige Gesellschaften, die ihre Beitragsanpassung erst zum 1. April 2013 durchgeführt haben. Betroffen sind dabei Privatversicherte der AXA und der DKV.

DKV erhöht Beiträge für PKV-Tarife

Bei der Versicherungsgesellschaft DKV müssen sich Kunden 2013 auf eine Beitragserhöhung von bis zu 25 Prozent einstellen. Derartig drastische Beitragsanpassungen sollen jedoch nur Einzelfälle darstellen, im Schnitt verteuern sich die entsprechenden Tarife um 4,5 Prozent. Aufgrund einer Zunahme bei den eingereichten Leistungsabrechnungen sieht sich die DKV gezwungen, die Prämien unter anderem für „BestMed BM50“ und „BestMed BM3“ anzuheben.

PKV-Beitragsanpassung bei AXA

Beim Versicherer AXA zahlen Männer seit dem 1. April 2013 mehr, die beispielsweise in den Tarifen „ZB25“, „VAIP2-2-N“ oder „ECO4800“ versichert sind. Während Frauen etwa für die Angebote „ECO3600“ und „ECORA1300“ einen höheren Beitrag entrichten, ist der Versicherungsschutz für Kinder für „ZA25“ und „VA100-2“ teurer geworden. Die Beitragserhöhung 2013 gilt zudem für die Tarife „BEA-N“ und „BEA Plus“.

Steigende PKV-Beiträge: Sonderkündigungsrecht nutzen

Wer von seinem privaten Krankenversicherer eine schriftliche Information über die Beitragsanpassung 2013 erhalten hat, kann innerhalb von vier Wochen von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Allerdings sollten sich Betroffene gut überlegen, ob sie dabei den Versicherer wechseln wollen. Dabei können nicht nur Altersrückstellungen verloren gehen, sondern Wechselwilligen stehen dann nur noch sogenannte Unisex-Tarife zur Auswahl. Seit 21. Dezember 2012 dürfen Versicherer bei der Beitragsberechnung nicht mehr zwischen Mann und Frau unterscheiden. In der privaten Krankenversicherung führen die Unisex-Tarife dazu, dass besonders Männer einen höheren Beitrag als vorher zahlen müssen. Daher ist ein Wechsel nur innerhalb der privaten Krankenversicherung empfehlenswert, da Bestandskunden dabei noch in einen alten Bisex-Tarif wechseln können.

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