Asthma: Elektrosmog als Auslöser für Atemwegserkrankung

Asthma gehört in den Industrieländern zu den am häufigsten auftretenden Atemwegserkrankungen. Bereits jetzt wird die Erkrankung in den Industrieländern bei 13 Prozent der unter 18-Jährigen diagnostiziert. Eine neue Studie stellt jetzt einen Zusammenhang zwischen Asthma-Erkrankungen und der Exposition gegenüber Elektrosmog her.

Hohe Elektrosmog-Dosis begünstigt Asthma

Durchgeführt wurde die Untersuchung von Wissenschaftlern am Kaiser Foundation Research Institute in Oakland.

Untersucht wurde die Häufigkeit von Asthma in Verbindung mit der Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern (Elektrosmog). Die Ergebnisse der Forscher sind recht eindeutig. Je höher die Dosen, denen die werdenden Mütter ausgesetzt waren, umso deutlicher stieg auch das Risiko für die Kinder, an Asthma zu erkranken.

Von den 626 Mutter-Kind-Paaren erkrankten insgesamt 130 Kinder an der chronischen Atemwegserkrankung. Die Studie der Wissenschaftler legte aber nicht nur einen scheinbaren Zusammenhang zwischen Asthma und Elektrosmog offen. Es gelang sogar, Aussagen bezüglich der Wirkung einzelner Dosen zu treffen. Das Risiko stieg in der Untersuchung um 15 Prozent je Milligauss Elektrosmog und erreichte bei Spitzenwerten eine mehr als dreifach höhere Wahrscheinlichkeit für asthmatische Erkrankungen der Kinder.

Medizinische Aussage bleibt vage

Wie lassen sich die Untersuchungsergebnisse aus medizinischer Sicht deuten? Klar ist, dass es bei sehr hohen Expositionen gegenüber elektromagnetischen Feldern zu einem mehr als dreifach so hohen Risiko kommt, an Asthma zu erkranken. Allerdings ist fraglich – und dies ließen auch die Forscher vom Kaiser Foundation Research Institute offen – ob sich daraus tatsächlich ein kausaler Zusammenhang ableiten lässt.

Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass die gemessene Exposition gegenüber dem Elektrosmog lediglich ein Marker ist für andere Einflüsse, die damit in Verbindung stehen. Da sich Elektrosmog nicht nur im Bereich von Stromleitungen, sondern auch elektrischen Geräten bildet, könnte also denkbar sein, dass Umweltgifte, welche in diesen Geräten enthalten sind, für das steigende Asthmarisiko verantwortlich sind. Aus Sicht der Forschergruppe sind weitere Studien notwendig, um die Ergebnisse zu präzisieren und in medizinisch relevante Daten umzuwandeln.

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