Arztnavi: Bewertungsportal drei Millionen Mal geklickt

Bewertungsportal für Ärzte

Arztnavi übertrifft Erwartungen

Dem Internetzeitalter können sich auch die gesetzlichen Krankenkassen nicht verschließen. Mit dem Online-Portal „Arztnavi“ haben vor rund 100 Tagen die Allgemeinen Ortskrankenkassen ( AOK ) und die Barmer GEK eine Bewertungsplattform für Ärzte geschaffen. Und der Erfolg spricht für sich. Bereits 80.000 Bewertungen und drei Millionen Klicks machen den Navigator der GKV zu einem Erfolg, der sich sehen lassen kann.

Arztnavi bedient Bedürfnis nach mehr Transparenz

Als erste Zwischenbilanz sind die Zahlen sicher ein positives Signal.

Allerdings wollen sich die Beteiligten nicht auf den Lorbeeren der ersten Stunde ausruhen. Vielmehr muss es jetzt darum gehen, den nachhaltigen Aspekt des Online-Portals weiter auszubauen. Denn bevor es dem Patienten möglich ist, echte Vergleiche zwischen den einzelnen Ärzten zu ziehen, muss jeder Mediziner mindestens über zehn Bewertungen verfügen. Hier setzt daher die Wachstumsstrategie in den kommenden Monaten an.

Denn ohne die Vergleichsmöglichkeiten ist der Mehrwert des Portals für den Patienten eher gering. Daher weisen die beteiligten Krankenkassen derzeit in den Geschäftsstellen auf die Möglichkeiten des „Arztnavi“ hin, so Jürgen Graalmann von der AOK. Dass bereits 80.000 Bewertungen abgegeben wurden, zeigt aber auch, wie stark das Bedürfnis bei den Versicherten nach mehr Transparenz ist.

100 Tage Arztnavi: Signale aus den Pilotregionen

Wie wird sich das Projekt „Arztnavi“ in den kommenden Monaten weiterentwickeln? Für die Beteiligten ist ein reger Besucherzustrom natürlich wünschenswert. Aus den einzelnen Pilotregionen Berlin, Hamburg und Thüringen kommen positive Signale. Laut Jürgen Graalmann sollen hier bereits rund 70 Prozent der Ärzte über „Arztnavi“ erfasst sein. Neben dem Patienten steht aber auch der Arzt vor Ort im Fokus der Initiatoren des Portals.

Denn die Mediziner stehen dem Online-Portal reserviert gegenüber und fürchten um ihr Image. Um diese Angst aus dem Weg zu räumen, ist der „Arztnavi“ so ausgestaltet, dass sich Patienten vor der Bewertung anmelden müssen und auch keine Freifelder existieren. Für die Verantwortlichen ist das Portal die Chance, Ärzten im Bereich des internen Qualitätsmanagements zu unterstützen.

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