Niedergelassene Ärzte entlasten Krankenkassen und sollen gefördert werden

Die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) in Deutschland nutzen vielfach das Hausarztprinzip, nach dem die Patienten zuerst den Hausarzt aufsuchen müssen, bevor sie an entsprechende Spezialisten wie etwa Orthopäden, Augenärzte oder andere Fachärzte weitergeleitet werden.

Die Krankenkassen wollen damit erreichen, dass die Patienten nicht selbst Fachärzte aufsuchen, obwohl dies auch vom Hausarzt hätte erledigt werden können. Die Kapazitäten der Fachärzte können so besser auf Notfälle ausgerichtet werden, zudem sparen die Krankenkassen hohe Honorarkosten, denn seither werden nur noch wirklich dringende Fälle entsprechend überwiesen. Viele junge Ärzte lassen sich jedoch vor allem aufgrund der schlechten Bezahlung, aber auch aufgrund des hohen Arbeitsaufwandes der Allgemeinärzte nicht nieder und suchen ihren fachlichen Erfolg in Kliniken oder bilden sich zum Facharzt weiter. Experten befürchten daher in fünf bis zehn Jahren einen Ärztemangel, der sich vor allem in den ländlichen Regionen abzeichnet. Der KBV-Vorstandsvorsitzende Andreas Köhler geht sogar davon aus, dass es in wenigen Jahren kaum mehr möglich sein wird, in jeder kleinen Stadt einen Augenarzt oder einen Gynäkologen anzusiedeln.

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Um die umfassende medizinische Versorgung der Menschen zu sichern, fordert die kassenärztliche Bundesvereinigung daher, Kooperationen mit den Krankenhäusern zu schließen. Gemeinsam mit Kliniken soll es dann in Zukunft möglich sein, Patienten umfassend zu betreuen, selbst die Nachsorge nach Operationen ist dann im Krankenhaus möglich. Damit soll dann zum einen die Zufriedenheit der Ärzte erhöht und gleichzeitig die Versorgung der Patienten sichergestellt werden.
Durch diese neue Praxis will die KBV erreichen, dass sich wieder mehr junge Menschen in der Fläche ansiedeln und damit vermieden wird, dass sich Ärzte nur in Ballungsräumen niederlassen.

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