Arzt-Patienten-Seminare

Zu einigen Fortbildungsveranstaltungen werden außer Ärzten auch betroffene oder interessierte Patienten eingeladen, diese Termine werden als Arzt-Patienten-Seminare bezeichnet und am häufigsten in den Vortrags- oder Konferenzräumen größerer Kliniken durchgeführt. Die Vorträge werden auf eine Weise gehalten, die auch medizinisch wenig geübten Laien verständlich ist, die wichtigsten Fachbegriffe sind den anwesenden Patienten durch ihre eigene Krankheit oder die Erkrankung von Angehörigen und Freunden bekannt, spezifisches Fachvokabular wird während des Vortrages erläutert. An den Diskussionen nehmen sowohl Ärzte und anwesende Medizinstudenten als auch Patienten teil.

Zu den meisten Arzt-Patienten-Seminaren ist der Zugang ohne Anmeldung möglich, einige Kliniken bitten wegen eines beschränkten Platzangebots jedoch um eine solche. Die Teilnahme ist grundsätzlich kostenlos, bei den meisten Seminaren werden auch Getränke sowie ein kleinerer Imbiss gereicht. Zusätzlich erhalten die Teilnehmer umfangreiches Werbe- und Informationsmaterial von Mitarbeitern der die Seminare finanzierenden Pharma-Unternehmen ausgehändigt. Die Finanzierung der Arzt-Patienten-Seminare durch die Pharmaindustrie ist weder rechtlich noch moralisch zu beanstanden; allerdings sollte jeder Teilnehmer bedenken, dass eine vollkommen neutrale Information nicht zu erwarten ist.

Termine für Arzt-Patienten-Seminare werden üblicherweise in der örtlichen Tagespresse sowie durch Aushang in der Klinik veröffentlicht, nützlich ist auch ein entsprechender Hinweis eines Arztes an seine Patienten.

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