Apotheken schneiden bei Stiftung Warentest Test schlecht ab
Die Stiftung Warentest hat die Beratungsqualität von Apotheken überprüft, wobei die Ergebnisse erschreckend waren. Getestet wurden siebenundzwanzig stationäre sowie dreiundzwanzig Versandapotheken, lediglich in sieben Fällen konnten die Tester ein “gut” als Gesamtnote vergeben.
Mangelhafte Beratung in Apotheken vor Ort
Diesen wenigen positiven Bewertungen stehen nicht weniger als elf mangelhafte Bewertungen gegenüber. In örtlichen Apotheken fiel besonders auf, dass die Mitarbeiter nicht über die Wechselwirkungen unterschiedlicher Medikamente informierten, obgleich ausdrücklich auf verschiedene verwendete Wirkstoffe hingewiesen wurde. Moniert wurde besonders, dass weder auf die Verminderung der Wirksamkeit vieler Medikamente bei gleichzeitiger Einnahme von Johanniskraut hingewiesen noch nach den genauen Krankheitssymptomen gefragt wurde. Im Rahmen der Studie wurden Beschwerden genannt, welche einen Arztbesuch als dringend ratsam erscheinen ließen. Eine derartige Empfehlung wurde in knapp der Hälfte aller Apotheken gegeben.
Internet-Apotheken verweigern Beratung
Bei den untersuchten Versandapotheken wurde in zwei Fällen eine geforderte Beratung ausdrücklich abgelehnt. Die Qualität der Beratung war online schlechter als in örtlichen Apotheken, die möglichen Wechselwirkungen von Medikamenten wurden grundsätzlich nicht thematisiert.
Heinz-Günter Wolf forderte als Vorsitzender der Bundesvereinigung deutscher Apothekenverbände (BDAV) eine bessere Kontrolle des Apotheken Versandhandels. Die teilweise schlechten Ergebnisse bei der Untersuchung stationärer Apotheken erklärt er damit, dass jede Studie immer nur eine Momentaufnahme sein kann.
Ein Bedauern über die teilweise schlechte Beratungsqualität äußerte er nicht.
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