AOK startet Krankenhaus Vergleich im Internet

Navigator zeichnet OP an Hüfte und Kniegelenk auf

Die AOK Krankenkassen beginnen mit einem Vergleich von Krankenhäusern im Internet. Als Pilotprojekt werden in den drei Bundesländern Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt sowie in der zu NRW gehörenden Region Westfalen-Lippe operative Behandlungen an der Hüfte und am Kniegelenk sowie Behandlungen auf Grund eines Oberschenkelhalsbruches erfasst. Für den Navigator werden außer den Daten während des direkten Krankenhausaufenthaltes auch alle Folgebehandlungen während eines einjährigen Zeitraumes erhoben. Des Weiteren wird die Häufigkeit nicht eingeplanter Folgeoperationen sowie eine eventuell auftretende Sterblichkeitsrate während der Operation erfasst. Die Daten stammen sowohl aus Befragungen der Patienten als auch aus Abrechnungsunterlagen der Krankenhäuser.

Mangelhafte Krankenhäuser können nachgeschult werden

Das neue Angebot wird sowohl von Verbraucherschützern als auch von Fachverbänden ausdrücklich begrüßt. Während die Verbraucherschützer die Information über die Qualität der einzelnen Krankenhäuser begrüßen, schätzen Fachleute die Möglichkeit, in der Statistik negativ auffallende Kliniken bei Zeiten nachzuschulen.
Die Durchführung des Pilotprojekts bei Hüft- und Kniegelenkerkrankungen ist sinnvoll, da sich jährlich weit mehr als 300 000 Patienten einer entsprechenden Behandlung unterziehen müssen. Weitere 100 000 Menschen erleiden jedes Jahr den genannten Beschwerden ähnliche Verletzungen.
Eine baldige Ausweitung des Krankenkassen Navigators auf weitere AOK Regionen ist ebenso wie seine Erweiterung auf weitere Beschwerden geplant. Aus Patientensicht ist die Ausweitung der Tests auf bundesweit alle Krankenhäuser und alle auf Grund ihres häufigen Auftretens vergleichbare Krankheiten zu wünschen.

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