AOK IKK Südwest – Fusion der Krankenkassen genehmigt

Gesetzlich Versicherte im Südwesten der Bundesrepublik werden sich in den kommenden Wochen und Monaten auf Veränderungen einstellen müssen. Zumindest, wenn sie Mitglied der AOK Saarland, AOK Rheinland-Pfalz sowie der IKK Südwest sind. Das Bundeskartellamt bestätigte jetzt die Fusion der drei gesetzlichen Krankenkassen. Und gab damit grünes Licht für den Zusammenschluss, der bis zum Herbst 2011 in Teilen abgeschlossen sein soll.

Neue große Krankenkasse im Südwesten

Mit dem Zusammenschluss der beiden Allgemeinen Ortskrankenkassen und der Innungskasse entsteht im Südwesten der Republik eine neue, große gesetzliche Krankenversicherung, die es allein schon von der Mitgliederzahl mit der Konkurrenz aufnehmen kann.

Nach der jetzt vom Bundeskartellamt abgesegneten Fusion wird die neue Krankenkasse unter dem Titel „AOK IKK Südwest“ rund 1,9 Millionen Versicherte vereinen

Eine durchaus respektable Zahl, mit welcher die gesetzliche Krankenversicherung zu den großen deutschen Krankenkassen aufsteigt. Nach der abschließenden Formierung im Herbst 2011 werden die Mitglieder der Krankenkassen nach und nach die entsprechenden Chipkarten erhalten. Einsparungen beim Personal oder Veränderungen bei den Leistungen sind Presseberichten zufolge nicht geplant, es soll also vorerst für die Versicherten der neuen AOK IKK Südwest alles beim Alten bleiben.

Hintergründe der GKV-Fusion

Warum haben sich die AOK Saarland, AOK Rheinland-Pfalz und die IKK Südwest gerade jetzt zusammengeschlossen? Angesichts der aktuellen Schlagzeilen zu den finanziellen Problemen einiger der gesetzlichen Krankenkassen scheint die Fusion schlecht gewählt. Nicht zuletzt wegen der aktuellen Nachrichtenlage dürfte den beteiligten Krankenkassen sehr daran gelegen sein, nicht den Eindruck einer finanziellen Krise zu erwecken.

Bereits im vergangen Jahr verwies ein Sprecher der AOK auf die Tatsache, dass man sich mit dem Zusammenschluss eine bessere Positionierung am Markt verspricht. Trotzdem – ein leichter Beigeschmack wird bei einigen Versicherten bleiben. Wahrscheinlich auch deshalb, weil erst kürzlich die AOK Bayern vor dem Hintergrund roter Zahlen in der gesetzlichen Krankenversicherung in den Schlagzeilen auftauchte.

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