AOK Fusion: neue AOK Plus Krankenkasse Hessen Sachsen und Thüringen

Zusammenschluss der AOK Plus Sachsen Thüringen mit der AOK Hessen zur viertgrößten gesetzlichen Krankenkassen

Nachdem bereits 2008 die AOK Sachsen mit der AOK Thüringen zur AOK Plus fusioniert war, kommt es nun zur Fusion der AOK Plus mit der AOK Hessen zur viertgrößten gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland mit insgesamt 4,2 Millionen Mitgliedern. Den Zusammenschluss zum 01. Januar 2011 beschlossen die Verwaltungsräte beider Krankenkassen am 25. Juni in Weimar. Damit schrumpft die Anzahl der Ortskrankenkassen von derzeit 14 auf 13. Während der Hauptsitz der neuen großen Ortskrankenkasse in Dresden verbleibt, sichert die Verwaltung den Erhalt der Hauptstandorte in Chemnitz und Bad Homburg zu. Zudem soll das dichte Fillialnetz mit insgesamt 203 Anlaufstellen für die Mitglieder erhalten oder gar ausgebaut werden. Ein weiterer Vorteil für die Mitgleider soll durch zusätzliche Versorgungsleistungen entstehen. Die Synergieeffekte und damit einhergehende Kosteneinsparungen im Zuge der Fusion sollen für weiterhin stabile Beiträge ohne Zusatzbeitrag sorgen.

Trend zu Fusion und Zusammenschloss zwischen gesetzlichen Krankenkassen soll anhalten

Gab es im Jahre 2008 noch 221 gesetzliche Krankenkassen, ist die Anzahl auf mittlerweile 166 geschrumpft. Angesichts der hohen Defizite (11 Milliarden EUro für 2011) ist eine weitere Konzentration nicht nur sinnvoll sondern auch überlebenswichtig. Besonders kleinere Krankenkassen können angesichts dramatisch steigender Versorgungskosten kaum wirtschaftlich arbeiten. Diesen bleibt entweder die Insolvenz und damit die Schließung oder eben eine Fusion mit einer größeren Krankenkasse. Zuletzt hatten die kleine City BKK, die BKK für Heilberufe und die GBK finanzielle Probleme gemeldet. Diesen gesetzlichen Kassen droht die Insolvenz und die Zerschlagung, sollte keine Fusion mit einem potenten Partner zustandekommen.

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