Alkohol: Deutsche greifen zu oft zur Flasche
Deutsches Bier und deutscher Wein – was im Ausland als traditionsreich und typisch deutsch abgesehen wird, bereitet hierzulande Gesundheitsexperten Sorgen. Denn der Konsum von Alkohol steigt – und zwar quer durch alle Bevölkerungsschichten. Dabei ist Alkohol nicht nur ein Zellgift, der Konsum macht abhängig. Laut BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) greifen mehr als zehn Prozent der Deutschen regelmäßig zur Flasche.
Alkohol als Droge und Zellgift
Allein die Zahl derer, die inzwischen in die Abhängigkeit von Alkohol gerutscht sind, beziffert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf etwa 1,3 Millionen.
Alkohol schädigt nicht nur die Leber, sondern hat Auswirkungen auf alle Organe. Deshalb warnen Mediziner bereits seit Jahren vor einem übermäßigen und vor allem dem regelmäßigen Konsum alkoholischer Getränke. Falls Alkohol häufiger getrunken wird, sollte an mehreren Tagen abstinent gelebt werden. Andernfalls können Krebs, Leberschäden, Bauchspeicheldrüsen- und Magenerkrankungen die Folge sein. Aber auch das Gehirn wird durch den „Vollrausch“ geschädigt.
Empfohlene Mengen nicht überschreiten
Gerade der übermäßige Genuss von Alkohol hat Folgen. Experten raten Frauen daher dazu, nicht mehr Alkohol zu sich zu nehmen, als in einem kleinen Bier (12 Gramm Reinalkohol) steckt. Bei Männern wird die doppelte Menge als Obergrenze angesehen. Alles, was regelmäßig über diesen beiden Richtwerten liegt, wird als gesundheitlich riskante Menge von Gesundheitsexperten eingestuft. Was der BZgA erhebliche Sorgen bereitet, ist der Konsum von Jugendlichen.
Statistiken zufolge greifen bereits 17 Prozent der Jugendlichen einmal im Monat derart zur Flasche, dass der Vollrausch die Folge ist. Die Folge: Im Jahr 2009 landeten 26.000 Heranwachsende wegen einer Alkoholvergiftung in deutschen Kliniken – von den gesundheitlichen Folgen dieser Entwicklung ganz zu schweigen.
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