Alkohol: 20 Prozent der Deutschen haben ein Alkoholproblem

Alkohol gehört zu den gesellschaftlich tolerierten Suchtmitteln. Die Folgen sind dramatisch. Wie die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen in ihrem neuen Jahrbuch berichtet, hat rund ein Fünftel der 18- bis 64-Jährigen in Deutschland ein Problem mit Alkohol. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen zeichnet in ihrem neuen Jahrbuch ein erschütterndes Bild der Folgen. Denn Alkohol soll im Zusammenhang mit einem Fünftel der Todesfälle in der Altersgruppe zwischen 35 und 65 stehen.

Alkoholkonsum legt deutlich zu

Wie die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen berichtet, ist die pro Kopf konsumierte Menge an Alkohol zwar in Deutschland zurückgegangen.

Aber trotz allem bleibt der Verbrauch zu hoch. Insbesondere die Tatsache, dass mehr und mehr Jugendliche zur Flasche greifen, bereitet große Sorge. Und so verwundern die nackten Zahlen nicht. Zwischen 2000 und 2009 ist die Häufigkeit der Alkoholvergiftungen im Mittel um 112 Prozent, bei Jugendlichen zwischen 20 und 25 sogar um 194 Prozent gestiegen.

Selbst in der Altersgruppe der Senioren ist Alkohol in den letzten Jahren scheinbar auf dem Vormarsch gewesen. Die Folge: Laut Deutscher Hauptstelle für Suchtfragen steht Alkohol in Verbindung mit 73.000 Todesfällen – etwa jedem Fünften (Altersgruppe zwischen 35 und 65 Jahren). Bei den Männern soll sogar jeder vierte Todesfall in einem Zusammenhang mit dem Suchtmittel und Toxin Alkohol stehen.

Andere Suchtmittel vernachlässigbar

Die starke Dominanz von Alkohol und Tabak in der Gesellschaft lassen laut Deutscher Hauptstelle für Suchtfragen die anderen Drogen und Suchtmittel eher in den Hintergrund treten. So gelten „nur“ 220.000 Menschen in Deutschland als Konsumenten von Cannabisprodukten. Bei anderen Drogen ist die Verbreitung noch geringer.

Angesichts dieser Zahlen wird klar, wie akut das Problem Alkohol eingestuft werden muss. Insbesondere die Gefahren der Abhängigkeit werden allgemein unterschätzt. Dabei ist Alkohol alles andere als harmlos. Ein übermäßiger Konsum steht im Verdacht, Gefäßerkrankungen und die Entstehung von Krebs zu begünstigen.

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