ADHS bei Kindern: Kann Ritalin durch Erziehung ersetzt werden?

Der fast ausschließlich in Form des Medikamentes Ritalin verabreichte Wirkstoff Methylphenidat wirkt zuverlässig bei Kindern, welche an einem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, kurz ADHS,  leiden. Zu den Nebenwirkungen dieses Medikamentes gehören jedoch Wachstumsverzögerungen und Hautunreinheiten ebenso wie Schlafstörungen und eine Zunahme der Nervosität.

Aus diesem Grund sollte eine Behandlung mit Ritalin auf schwere ADHS Erkrankungen beschränkt werden. In der Naturmedizin werden regelmäßig gute Ergebnisse mit Algen sowie Nachtkerzenöl erzielt, die gesetzlichen Krankenkassen erstatten eine derartige Behandlung jedoch nicht. Lediglich die Private Krankenversicherung erlaubt in bestimmten Tarifen den EInschluss solcher Naturheilverfahren.

Neue wissenschaftliche Untersuchungen zu ADHS machen Hoffnung

Der Psychiater Chris Hollis hat an der Universität in Nottingham gezeigt, dass eine positive und negative Verstärkung zu ähnlich guten Ergebnissen wie eine Behandlung mit Ritalin führt. Bei der Versuchsanordnung mussten Kinder einen Knopf drücken, sobald Aliens in grüner Farbe auf dem Bildschirm zu sehen waren, während sie bei solchen in schwarzer Farbe nicht reagieren durften. Wenn die Anzahl der Belohnungspunkte für das richtige Drücken erhöht wurde, zeigte sich eine ähnliche Wirkung wie bei der Behandlung mit Ritalin. Lediglich schwere ADHS Fälle konnten durch die Maßnahme nicht hinreichend behandelt werden.

Kinder brauchen Aufmerksamkeit

Diese an einer britischen Universität durchgeführte Studie belegt auf eindrucksvolle Weise, dass Eltern ihren hyperaktiven Kindern helfen können, indem sie sich umfassend mit ihnen beschäftigen. Gegenüber Ritalin ist Erziehung nicht nur gesünder für das Kind, sie führt angesichts hoher Preise für Ritalin zugleich zu nenneswerten Einsparungen bei den Krankenkassen.

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