Abschaffung der Drei-Jahres-Wechselfrist bei PKV geplant

Wer als Arbeitnehmer derzeit in die private Krankenversicherung wechseln möchte, muss neben der Jahresarbeitsentgeltgrenze von 49.950 Euro auch die Drei-Jahres-Wechselfrist beachten.

Seit der Gesundheitsreform im Jahr 2007 gilt diese Drei-Jahres-Frist und besagt, dass ein Wechsel nur noch dann möglich ist, wenn die vom Gesetzgeber festgelegte Versicherungspflichtgrenze in drei aufeinander folgenden Jahren überschritten wurde. Auch Berufseinsteiger, die überdurchschnittliche Einkommen erzielen, können erst nach Ablauf von drei Jahren eine private Krankenversicherung mit deren Vorteilen und zum Teil auch geringeren Beiträgen abschließen.

In ihrem Koalitionsvertrag hat die Schwarz-Gelbe Bundesregierung jedoch festgelegt, dass die Drei-Jahres-Wechselfrist für die private Krankenversicherung jetzt wieder abgeschafft werden soll. Hiermit soll der private Versicherungssektor wieder gestärkt werden, denn bisher war es deutlich weniger Menschen möglich, eine private Krankenvollversicherung abzuschließen. Ist die Drei-Jahres-Wechselfrist jedoch wieder abgeschafft, können sich Angestellte schon mit dem einmaligen Überschreiten der Versicherungspflichtgrenze von der Versicherungspflicht in Deutschland befreien lassen und so eine private Krankenversicherung abschließen.

Da sich die Angebote der Versicherungen jedoch stark unterscheiden kann es sich lohnen, einen PKV Vergleich durchzuführen. Dieser ist kostenlos im Internet möglich und gibt einen ersten Überblick über die Angebote und Leistungen der verschiedenen Tarife. Sofern der Wechsel in die private Krankenversicherung aufgrund des Einkommens nicht möglich ist, können private Zusatzversicherungen den Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherungen in einzelnen Bereichen erhöhen.

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